Merkmale

Woran erkennt man die einzelnen Modelle eigentlich?

Bei so vielen Variationsmöglichkeiten ist das eine sehr gute Frage. Einige Merkmale, die ins Auge fallen, sind hier aufgelistet. Zunächst die äusseren Merkmale:

 

Luft muss her:

Die Lufteinlässe am Kotflügel waren für 1963 und 64 nur angedeutet.

Für die 65er und 66er Modelle kamen die senkrechten “Kiemen”, die erstmals auch Funktion hatten

1967 gab es die dynamischste Variante der Vents. Ebenfalls funktionsfähig.

 

 

 

Hier die berühmte “Split Window”,

die es nur im 63 Modelljahr gab.

 

Von 1964-1967 wurde im Coupe

die einteilige Heckscheibe verbaut.

 

Die kleine Haubenkunde:

In jedem Jahr gab es Veränderungen an der Motorhaube. 1963 startete die Corvette mit Fake-Vents, die den Look des Stingray-Racer von 1959 wiedergaben.

1964 sind davon noch die beiden Vertiefungen übrig geblieben. Ja, dort gibt es tatsächlich Regenablauflöcher.

 Das Jahr 1965 brachte eine glatte Haube, die der Corvette einen sehr “cleanen” Look verlieh.

 

Diese Haube wurde 66 praktisch unverändert übernommen. 66 ist das einzige Jahr mit einem “Corvette” Emblem auf der Haube in dieser Baureihe. Dieser Schriftzug ist auch bei den BigBlock Hauben des Jahrgangs zu finden.

Die 1965 erstmal eingeführte BigBlock Haube lieferte mit der Auswölbung den Raum für die größeren Luftfilter. Die erste Variante hatte an der Seite ebenfalls Vents, die jedoch für eine thermische Unterstützung zu klein ausgefallen waren.

Die 1967 verwendete Haube brachte endlich den “richtigen” Stachelrochen-Blick ins Gesicht der Corvette. Bemerkenswert ist, dass die Öffnung an der Hutze direkt vor der Windschutzscheibe liegt (ein Bereich mit Luftüberdruck während der Fahrt), während die Vorderseite geschlossen war und mit einer mattschwarzen Abdeckung versehen wurde.

 

Eine runde Sache:

63er Radkappen sind heute sehr teuer. Die Stege sind aus Vollmaterial gearbeitet.

Es gab sie in verschiedenen Finishes. Gezeigt ist hier die komplett glänzende Variante

 

64er Wheelcover gab es ebenfalls in verschiedenen Finishes, glänzend oder “frostet”, eben silbern.

 

 

64er Knock-Offs (Felgen mit Zentralverschluss) hatten ein natürliches Finish. Die hier gezeigte Version ist von 1965. Für die 66er Modelle war der hier in Chromfinish gezeigte Konus unter der Mutter in gebürstetem Finish. Es sind nur 7 Umdrehungen und die Mutter ist ab ! Allerdings muß man dazu schon sämtliche aufgestauten Aggressionen von mindestens 4 Wochen verarbeiten, um alle 4 Räder aufzubekommen. Viele Corvetten haben heute diese Felgen montiert. Es handelt sich dabei oft um Reproduktionen. Die Repros neueren Datums verfügen sogar über die Möglichkeit Sicherungsstifte zu montieren, so etwas gab es bei den Originalen nicht. Clevere Besitzer markieren mit Hilfe von Filzstiftmarkierungen die Position und können frühzeitig ein “Wandern” der Felge erkennen.

Auch die 65er Wheelcover hatten Spinner.

 

 

Die 1966 verwendete Variante wirkt da deutlich kantiger:

 

Zum Standard-Rad 1967 wurde das Rally-Wheel, das auch im Nachfolgemodell Verwendung fand.

 

 

1967 mussten die Spinner aus Sicherheitsgründen weichen. Aus dem “Knock-Off” Rad wurde das “Bolt-On”.

 

Kleine Motorenkunde:

So sieht sie aus, die laufruhigste Variante. 327 cui (5,4 ltr.) und 250 SAE-PS (ab jetzt nur noch als HP= Horsepower bezeichnet). Der Basismotor wurde mit einem 3-Gang Schaltgetriebe kombiniert. optional gab es 4-Gang Schaltgetriebe oder 2 Gang Automatik (Powerglide) . Als erste Ausbaustufe, die recht oft bestellt wurde, gab es einen 300 HP Motor. Die beiden Basisvarianten erkennt man an den lackierten Blechventildeckeln. Ab 1966 war die 300HP Variante Basisausstattung

Ebenfalls ein Smallblock -Motor, aber was für einer. Aus der Special Hi-Performance Reihe stammt dieses Exemplar von 1966.

Die Special Hi-Performance Motoren gab es anfänglich mit 340 HP, dann mit 365 HP mit mechanischen Ventilstößeln (Solid-Lifters).

Bis auf den Modelljahrgang 1963 wurden diese Maschinen über Holley-Vergaser befeuert.

Die Fuel Injection Maschine mit anfänglich 365 HP, später 375 HP waren die stärksten Small-Block Serien-Maschinen ihrer Zeit.

Hier sogar in einer Z06 von 1963, einem der seltenen Exemplare mit einem speziellen Rennpaket (zu erkennen an dem Frühen Dual-Circuit Hauptbremszylinder). Gebaut wurden die Fuel Injection Maschinen bis einschließlich 1965.

1965 wurden die BigBlocks eingeführt. Zunächst mit 396 cui (= 6,5 ltr.), später dann mit 427 cui (= 7 ltr.)

Die Motoren führten den Beinamen “Turbofire” und traten mit Leistungen von 390 Hp bis 435 HP an.

Als Krönung der BigBlocks gilt die 1967 eingeführte L88 Maschine mit 430HP. Die wahre Leistung dieser Maschine wurde mit mehr als 550 HP ermittelt.

 

Weitere Unterschiede:

Neben den hier bebilderten Differenzen gibt es sehr viele kleine Merkmale, an denen man die verschiedenen Modelle ebenfalls unterscheiden kann. So sind z.B. auch die Innenausstattungen von Jahr zu Jahr verschieden. Dies betrifft das Aussehen der Armaturen, die Bedienelemente, Sitze und natürlich die Embleme.

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