Historie

Das Licht der Welt hat die Corvette bereits gedanklich um das Jahr 1951 herum erblickt, als der GM-Designer Carl Renner die ersten Sketches anfertigte.

In 1952 wurde ein erstesFull-Size Modell unter dem „Codenamen Project Opel“ angefertigt und in 1953 wurde die Corvette auf derMotorama-Ausstellung in New-York der Öffentlichkeit vorgestellt. Durch den Erfolg überrascht, wurde die Produktion beschlossen. Die bereits vorher untersuchten Methoden zur Verarbeitung von Fieberglas wurden schnellstmöglich für Serienproduktion verwendet. Die Corvette wurde somit zum ersten Serienfahrzeug, dessen Karosserie aus Kunststoff gefertigt ist.

1953 umfasste die Produktion 300 Fahrzeuge, die ausschließlich in der Farbe “Polo white” und als Cabriolet erhältlich waren.

Für 1954 stand die Produktionszahl bei 3.640 Fahrzeugen.

1955 hielt der erste V8-Motor Einzug in die Corvette. Die Produktionszahlen fielen auf 700 Stück und ohne den Konkurrenten Ford, der in diesem Jahr den Thunderbird auf den Markt brachte, wäre die Produktion vermutlich eingestellt worden.

Für 1956 wanderten die Scheinwerfer höher in die vorderen Kotflügel und die Rücklichter wurden in die hinteren Kotflügel eingelassen. Die Motorisierung waren V8-Motoren. Die Produktionszahl lag bei 3.476 Einheiten.

1957 brachte die erste Einspritzer-Corvette, auch Fuelie genannt. Die Produktionszahl lag bei 6.339 Einheiten.

1958 brachte das “4-Augen-Gesicht” und die Motorhaube im Waschbrett-Design. Die Stückzahl stieg auf 9.168 Einheiten.

Für 1959 blieb das Design annähernd gleich. Das Design wurde bereinigt. So verschwanden die Waschbrett-Motorhaube, die sog. Spears auf dem Kofferraum-Deckel wieder. Die Stückzahl stieg auf 9.670 Einheiten.

1960 blieb das Design ebenfalls erhalten. Produktionszahl: 10.261 Einheiten.

Zahnlos wurde die Corvette 1961. Der agressive Grill wurde durch eine weniger auffällige Variante ersetzt. Auffällig war das neue Heck mit den vier einzelnen Rücklichtern. Produktionszahl:  10.939 Einheiten.

Der 327 cui Motor wurde für das Modelljahr 1962 eingeführt. Die 2-farbige Seitenlackierung der “Coves” verschwand. Produktionszahl: 14.531 Einheiten.

Für 1963 gab es eine radikale Neuentwicklung, den Sting Ray. Mit einem neuen Leiterrahmen und 4 einzeln aufgehängten Rädern gab es einen deutlichen Entwicklungsschritt. Zum ersten mal gab es die Corvette auch als Coupe: Die Split Window. Die Topmotorisierung leistete 365 SAE-PS. Komfort-Extras, wie z.B. die Klima-Anlage wurden eingeführt. Dafür gab es keinen Kofferraumdeckel mehr. Produktion 10.594 Coupes, 10.919 Convertibles.

1964 verschwand das zweigeteilte Heckfenster beim Coupe. Der stärkste Vergaser Small-Block leistete nun 365 SAE-PS, der Einspritzer 375 SAE-PS. Produktion: 8.304 Coupes; 13.925 Convertibles.

1965 war das letze Jahr der Rochester Einspritzung. als Top-Motorisierung kam der erste Big-Block mit 396 cui. Scheibenbremsen rundum mit 2-Kreis Leitungssystem ersetzen die bisherigen Trommelbremsen. Side Pipes waren ab Werk erhältlich. Produktion: Coupe 8.186; Convertible 15.378 Stück.

1966 wurde der 427 cui Big-Block eingeführt. Mit 425 SAE-PS die bisher stärkste Motorvariante. Produktion: Coupe 9.958; Convertible: 17.762 Stück.

1967 war ein Jahr, das eigentlich schon die nächste Karosserieform sehen sollte, die aber nicht rechtzeitig produktionsreif wurde. So wurde die “alte” Karosserieform weiter produziert. Die Handbremse wanderte zwischen die Sitze. Die “Stinger”-Motorhaube wurde eingeführt. Die stärkste Motorvariante hatte nach Liste 435 SAE-PS. Nur 20 Stück der L88, die mit 430 SAE-PS angegeben waren wurden ausgeliefert. Diese Variante war für den Rennsport gedacht, wurde ausschließlich ohne Heizung und Radio geliefert und leistete tatsächlich bis zu 560 SAE-PS. Produktion: Coupe 8.504; Convertible 14.436 Stück.

1968 beginnt die Ära der “Coke-Bottle” Corvette. Produktion: Coupe 9.936; Convertible 18.630 Stück. Das 2-Gang Powerglide Automatikgetriebe wird durch ein 3-Gang Automatikgetriebe ersetzt. Die Bezeichnung Stingray steht offiziell nicht auf dem Kotflügel, in Werbeanzeigen taucht aber vereinzelt diese Bezeichnung auf.

1969 . Hier entstehen die beiden legendären ZL1 Corvetten mit der L88 Maschine aus Aluminium. Bei den SmallBlocks  wird der 350 cui Motor eingeführt. Offiziell heißen die Autos wieder Stingray (ein Wort). Produktion: Coupe 22.129; Convertible 16.633 Stück.

1970 sieht mit dem 454 cui Motor den Spitzenwert. Es gibt etwas verbreiterte Kotflügel, um die Steinschlaganfälligkeit reduzieren zu können. Davon sind die Radlaufenden betroffen. Der LT1 kommt als Solid Lifter auf den Markt und ist Bestandteil des erstmals eingeführten ZR-1 Paketes. Durch einen Streik war das Modelljahr um fast 4 Monate kürzer, daher fielen die ausgewiesenen Produktionszahlen auf den niedrigsten Wert seit 1962. Produktion: Coupe 10.668; Convertible 6.648 Stück.

1971 war das letzte Jahr für die Glasfiber Funktionsanzeige für die Scheinwerfer. Produktion: Coupe 14.680; Convertible 7.121 Stück.

1972 ist das letzte Jahr der so genannten “Chrome Bumper” Modelle. Produktion: Coupe: 20.496; Convertible 6.508 Stück.

1973 taucht dann zum ersten Mal  die Kunststoff-Schnauze auf. Die Abgasentgiftungen schlagen voll zu und der 454cui Motor wird nur noch mit 275 HP ausgewiesen. Produktion: Coupe: 25.521; Convertible: 4.943 Stück.

1974 wird dann auch das Heck durch eine zunächst zweiteilige Kunststoff Stoßstange ersetzt. Produktion: Coupe 32.028; Convertible 5.474 Stück.

1975 Ist das letzte Jahr der Cabriolets für die C3 und zugleich das erste Jahr mit Katalysator. Der BigBlock ist tot. Die stärkste Motorvariante weist 205 HP auf. Km/h Anzeigen tauchen auf den Tachometern auf. Produktion: Coupe 33.836; Convertible 4.629 Stück.

1976 zum ersten Mal werden Stahlbereiche in die Karosseriestruktur eingebracht: Die Partie unter den Sitzen wird zur Versteifung aus Blech hergestellt. Produktion: 46.558 Stück.

1977 ist das letzte Jahr für die stehende Heckscheibe. Für die Motoren verschwand in der laufenden Produktion das lange eingesetzte “Chevy Engine Orange”. Die Motoren wurden blau lackiert. Produktion: 49.213 Stück.

1978 25 Jahre Corvette. Nach vielen Jahren kehrte die erste größere Karosserieveränderung ein: Die Glaskuppel am Heck. Die war fest eingepasst und nicht zu öffnen. Die Corvette wurde als Führungsfahrzeug (“Pace Car”) für das Indy 500 Rennen eingesetzt. Dazu gab es ein Sondermodell. Produktion: 40274; zusätzlich 6.502 Stück Pace Car.

1979 wurde der Innenraum verändert. Es gab ein völlig neues Sitzdesign. Späte Modelle weisen schon den auf 85 mph begrenzten Tachometer aus, der in USA mit dem Modelljahr 1980 Pflicht wurde. Produktion: 53.807 Stück.

1980 Nur für Kalifornien wurde ein spezieller 305 cui Motor eingesetzt, alle anderen Auslieferungen bekamen die 350 cui Motoren mit bis zu 230 HP. Produktion: 40.614 Stück.

1981 wurde die Corvette zum ersten Mal an 2 Standorten gefertigt: Neu hinzugekommen: Bowling Green, Kentucky. Der 305 cui verschwand wieder aus der Produktion, da der 350 cui auch für Kalifornien zertifiziert wurde. Die Kunststoffblattfeder wurde zum ersten Mal an der Hinterachse verwendet. Produktion: 40.606 Stück.

1982 war das letzte Jahr der C3 und das erste Jahr, in dem es kein Schaltgetriebe mehr zu kaufen gab. Stattdessen gab es nun eine 4-Gang Automatic. Die Cross-Fire-Injection wurde eingeführt. Endlich konnte man auch die Glaskuppel im Heck öffnen. Das Sondermodell Collector Edition kam mit einer silbernen Lackierung, Dekorstreifen und silbernem Interieur. Das Werk in Bowling Green übernahm die Produktion alleinig. Produktion: 18648 zuzüglich 6.759 CollectorEditions.

Hier möchte ich mit der Historie zunächst enden, aber gleichzeitig noch den oft auch auftauchenden Begriff “Midyear” für die C2 erklären:

Bis zu diesem Zeitpunkt war die C2 schlicht die mittlere Bauserie zwischen C1 und C3. Dieser Begriff hat die weiteren Corvette-Generationen als Bezeichnung für die C2 schlicht überlebt.

 

...to be continued.

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